FIT-Macher im IT-Bereich
Wirtschaftsförderer wollen Unternehmer mit EDV-Experten vernetzen
FORCHHEIM. 7000 Unternehmen im Landkreis Forchheim haben 21 000 Personalcomputer installiert. Wenn man 1000 Euro pro Arbeitsplatz ansetzt, sind das 21 Millionen Euro, die investiert wurden. Nur ein Fünftel davon ist im Landkreis verblieben. "FIT" wäre eine Chance für mehr Lösungen vor Ort, also mehr "Eigennutz".
Ein Aspekt, der die 1999 ins Leben gerufene Initiative der "Forchheimer Informations Technologie" (FIT) bei einer Zusammenkunft in der Sparkasse Forchheim bewegte. Man weiß einfach noch nicht hinreichend in der heimischen Wirtschaft, welche Kompetenz im Bereich der Informations-Technologie (IT) vorhanden ist. So Walter Sacher von der Firma ADPOS, die sich auf die Schaffung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung für den EDV-Bereich spezialisiert hat.
15 Unternehmen waren 1999 an der Gründung von FIT beteiligt. Alexander Dittrich von Faktor-i, ein Internet Service-Provider ("Wir begleiten Firmen ins Internet"), Drazen Burek, der Trainings-, Projekt- und Prozessmanagement anbietet, und Gerhard Schubert von der HMS-GmbH, der Arztpraxen in ganz Deutschland für gegenseitigen Datenaustausch vernetzt und seinen Mitarbeiterstamm inzwischen von drei auf 13 erweitert hat, sind von Anfang an dabei. Sie haben auch für die Initiative Aufbauarbeit geleistet.
Sie wird von der Sparkasse unterstützt, betonte Vorstandsmitglied Harald Reinsch, weil man erfahren hat, dass sich mit dem Kundenservice Electronic Banking viele Fragen beispielsweise zu Hardware, Vernetzung und Buchführung ergeben haben. Über FIT als zentraler Anlaufstelle kann man Unternehmen komplexe und komplette professionelle Dienstleistungen anbieten, ist Reinsch überzeugt.
Mitglieder von FIT können gegen einen Beitrag von 100 Euro im Jahr gemeinsame Marketing- und Werbeveranstaltungen nutzen. Unternehmer, die auf das Know How der IT-Experten zurückgreifen, bezahlen die Dienstleistung.
Am Dienstag, 4. November, findet um 19 Uhr in den Räumen der Sparkasse Forchheim (Klosterstraße 14) ein erster Workshop statt, zu dem IT-Unternehmen bzw. Mitarbeiter aus IT-Abteilungen ansässiger Firmen eingeladen sind. Anmeldung bei den Wirtschaftsförderern der Stadt Forchheim, Heinz Schwab, und des Landkreises, Dr. Andreas Rösch.
Landrat und Oberbürgermeister unterstützen die Initiative. Reinhardt Glauber wies in dieser Runde darauf hin, dass es heute kaum noch einen Arbeitsplatz gibt, der nicht EDV-gestützt ist, deshalb sei fachliche Hilfe notwendig. OB Franz Stumpf wies darauf hin, dass FIT "ein Kind der Forchheimer Wirtschaftsförderung ist". Er sieht die Kommunikation unter den heimischen Unternehmen immer noch als wenig ausgeprägt an, deshalb sei die Expansion des Gedankens eine gute Sache. Stumpf wandelte die lateinische Bedeutung von FIT in einen Imperativ um: "Es geschieht!".
Quelle: Fränkischer Tag vom 31.10.2003, Autor: Michael Wuttke